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Frank
Farian und Dieter Bohlen, beide Produzenten seichter Popmusik, stehen
sich wie zwei Kampfhähne gegenüber. Wie so oft geht es dabei nur um eins:
"Wer hat den größten ..."
ohlen
hat mit seinen Klatsch- und Tratschbüchern, in denen er die angebliche
Schwächen vieler Stars und Sternchen bloßlegt, viel Staub aufgewirbelt
- im Moment gibt es etliche Verfahren gegen die Plaudertasche, die in
der Sendung »Deutschland sucht den Superstar« gerne Nachwuchstalente kompetent
kritisiert ("Du siehst ja echt scheiße aus..."). Auch seinem langjährigen
Partner Thomas Anders von MODERN TALKING hat er einen Arschtritt verpasst.
Einer hat sich jetzt an die Spitze der Beleidigten und Erniedrigten gesetzt:
Frank Farian, einst Mastermind von Retorten-Pop-Acts wie BONEY M. und
MILLI VANILLI, LA BOUCHE und NO MERCY. Bohlen hatte nämlich in der Talkshow
»Beckmann« einen folgenschweren Fehler gemacht: Auf die Frage: "Gibt es
einen Menschen, der sie kritisieren darf?" antwortete er: "Frank Farian".
Dieser nimmt jetzt das Privileg in Anspruch und schießt volle Breitseiten
gegen Bohlen: Er bezeichnet ihn als "größten Hohlkopf und größte Dreckschleuder
der Nation" (siehe frankfarian.com).
Darüber hinaus nennt er ihn ein "soziales Kameradenschwein", das alle,
die für ihn arbeiten, schamlos ausnutzt.
Richtig schmutzig wird es im Anhang, wo Frank einen direkten Vergleich
zwischen sich und Bohlen anstellt: "Farian arbeitet hart im Studio, Bohlen
bügelt Teppichluder", "Fränkie produziert und singt selbst, Didäär lässt
andere singen", "Bohlen verkauft schlappe 150 Millionen Schallplatten,
Farian hat vor 10 Jahren bei 500 Millionen aufgehört zu zählen". Frank
Farian, der sich auf der Homepage in einem Atemzug mit den BEATLES nennt,
sollte aber vorsichtig sein mit dem Steinewerfen, da er doch selbst im
Glashaus sitzt: Seine Welterfolge »Brown Girl In The Ring« und »Rivers
Of Babylon« sind schließlich auch keine großen kreativen Eigenleistungen,
sondern nur clevere Aufgüsse von Volksliedern. Auch mit den sozialen Tugenden
Farians scheint es nicht allzu weit her zu sein: Die angeblich so uneigennützige
Zusammenarbeit mit dem von Bohlen fallengelassenen Ex-Superstar-Anwärter
Daniel Lopes will er sich laut SAT 1 BLITZ mit 4,5 Millionen Euro vergüten
lassen. Die kann der wenig erfolgreiche Nachwuchsstar beim besten Willen
nicht aufbringen.
Überhaupt scheinen Geld, Erfolg und tolle Weiber die entscheidenden Kriterien
auch für "Daddy Cool" zu sein. Er schreibt weiter: "Bohlen leistet sich
die billigen Frauen in Rio, Farian die Besseren und Teueren", heißt es
und weiter: "Die Frauen von Fränkie sind ihm treu ergeben, bei Didäär
darf auch der Gärtner ran". Doch nicht nur bei Musikern und der Damenwelt
spielt Bohlen in der Bezirks- und Farian in der Bundesliga, für die Besitztümer
gilt das gleiche: "Didäär fährt ein kleines, rotes Gummiboot, 5 PS auf
Mallorca, Fränkie eine 20m-Jacht, 2200 PS auf Ibiza."
Der eigentlich lohnende Versuch, den "Pop-Hochstapler" Bohlen zu entlarven,
endet für Farian also in einem peinlichen Schwanz-Messen. Der einstige
Mann im Hintergrund namenloser Pop-Acts scheint auch den Zenit seines
Erfolgs überschritten zu haben, wenn er meint, so etwas nötig zu haben.
Nun will er dem Dieter auch an der Bücherfront Konkurrenz machen: Er kündigte
die Herausgabe eines Anti-Bohlen-Buches an: Bohlen-"Opfer" kommen zu Wort.
(lj)
[
frankfarian.com
]
[
dieterbohlen.com
]
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