Varieté-Highlights:
Die Rückkehr der Traumtänzer


Im August ist es wieder so weit: »Traumtänzer«, die zauberhafte Varieté-Reihe des Hessischen Rundfunks, wird fortgesetzt. Wieder gibt es Künstler, Tänzer, Artisten aus ganz Europa zu erleben, deren atemberaubende Auftritte fürs Fernsehen aufgezeichnet werden. Auftritte, die später in der ARD, im »hessen fernsehen« oder bei ARTE zu sehen sind. Wieder wird der begehrte und inzwischen renommierte »Varietépreis« vergeben. Nur der Auftrittsort ist noch eine Nummer größer geworden: Statt dem Kulturbahnhof ist jetzt die »Alte Hammerschmiede« der Ort, wo alles stattfindet: Vom 9. bis 22. August werden die Traumtänzer 2003 in Kassel das "wahrscheinlich längste Varieté-Festival der Welt" bieten.

ls im letzten Jahr bekannt wurde, dass die Deutsche Bahn sich aus der Unterstützung der »Traumtänzer« zurückzieht, da war die Stimmung bei den Machern um Bernd Meyerholz sehr schlecht. Die Zukunft der qualitativ hochwertigen und trotzdem publikumswirksamen Reihe war mehr als unsicher. Doch nun kann man wieder aufatmen: Mit Thyssen Henschel konnte ein gleichwertiger Sponsor gewonnen werden, und mit der Hammerschmiede steht ein ebenso stimmungsvoller Auftrittsort wie der Kulturbahnhof bereit. Zudem finden dort weit mehr ZuschauernPlatz und im Hause Thyssen ist genug Knowhow vorhanden, um dem Traumtänzer-Team bei Umbauten und technischen Problemen zur Hand zu gehen. So steht einer Fortschreibung der Erfolgsgeschichte der »Traumtänzer« nichts im Wege, zumal mit Anastasia (»Wetten dass«) und Desirée Nosbusch auch wieder hochkarätige Moderatorinnen die Varietékünstler präsentieren.

Begonnen hatte alles 1992, als der hr in einem ausgedienten Getreidespeicher auf dem Dachboden der Klosterscheune von Altmorschen erstmals unter einem angeschraubten Sternenhimmel Perlen des Varietés präsentierte. Noch heute denken viele an die alten Klostermauern, wenn sie das Wort »Traumtänzer« hören. Dabei sendete man nur drei Jahre lang aus Altmorschen, ab 1995 drehte man in Kassel - zunächst im hr-Studio, später im Kulturbahnhof. Das Publikumsinteresse wuchs kontinuierlich, vor allem als 1999 der Internationale Varietépreis hinzukam. Die Schaffung dieses Preises wurde auch von den Varietékünstlern heftig begrüßt, denn Varieté fand in Deutschland bislang nur im regional begrenzten Rahmen statt, ein Fokus für alle Künstler war dringend nötig. Mit dem Varietépreis entstand endlich ein überregionales Forum für international hochklassige Artisten, Agenturen, Veranstalter und Medien geschaffen worden. So sahen im Jahr 2001 vier Millionen Zuschauer an den Bildschirmen die Preisverleihung mit dem Moderatoren-Team Verona Feldbusch und Detlef Simon (Desimo) in der ARD. Ebenfalls ein großer Erfolg war die für ARTE in deutsch und französisch moderierte »Traumtänzer«-Gala, die damals zu Silvester ausgestrahlt wurde.

Desirée Nosbusch wird in diesem Jahr erneut die ARTE-Gala mit den Siegern des Varietépreises moderieren. Veronas Nachfolgerin ist Anastasia, die quirlige Herrin der Außenwette bei Thomas Gottschalk. Die 1972 geborene Deutsch-Griechin kam über den Radiosender »Energy 104,3« und MTV zum ZDF, wo sie inzwischen nicht nur Gottschalk assistiert, sondern sich auch schauspielerisch erprobt. Sie wird am 17.8.die große Traumtänzer-Gala »Best Of Varieté« im Ersten (21.45 Uhr) moderieren. Zuvor können die Zuschauer in 3 Runden per TED im »hessen fernsehen« die Finalisten küren (9., 12., 15.8., jew. 21.45 Uhr).

Ein besonderes Bonbon gibt es am Ende des Festivals: Am 22.8. wird die Gruppe RIZOMA um den Varietépreisträger Anatolyi Zalevskyi eine atemberaubende Mixtur aus Artistik, Tanz, Poesie und Theater in der Alten Hammerschmiede zeigen (siehe »Kultur pur«). (lj)

 

[ www.best-of-variete.de ]
Ww präsentiert: »Traumtänzer«, Alte Hammerschmiede Kassel, 9. - 22.8.