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Zu
Uropas Zeiten waren es die netten kleinen Häuschen mit Herzchen, die dem Menschen
die Gelegenheit für die dringend erforderliche Erleichterung boten. Die Form ist
geblieben, das Outfit ist nüchterner und moderner: Das Dixiklo wird nun auch schon
dreißig Jahre alt und blickt auf eine Erfolgsgeschichte zurück.
gal,
ob auf der Großbaustellen oder beim Ernteeinsatz, beim Rockfestival oder beim
Fußballspiel, beim Volksfest oder gar beim Manöver - überall, wo open air gearbeitet
oder gefeiert wird, ist das kleine Häuschen dabei. Überall dort, wo keine sanitäre
Infrastruktur vorhanden ist, viele Menschen aber eine Gelegenheit brauchen, ihre
Fäkalien umweltgerecht zu entsorgen, ist das Dixiklo richtig. Vorbei ist die Zeit,
wo auf jeder Baustelle zunächst eine Grube fürs Plumpsklo ausgehoben wurde und
man unangenehmen Gerüchen mit nicht weniger unangenehmen Ammoniakdämpfen zuleibe
rückte. Dixi machte das Wasserklosett unabhängig von städtischen Netzen und sorgte
so für mehr Hygiene und Lebensqualität. Die Idee stammt natürlich aus den USA
mit ihrer weiten, noch immer nicht ganz erschlossenen Landschaft. Der Amerikaner
Fred Edwards, als Soldat in Deutschland stationiert, war entsetzt, dass im sonst
so vorbildlichen Europa noch Donnerbalken und Plumpsklos zum Einsatz kamen. Zunächst
importierte er Kabinen aus den USA und belieferte damit die US-Army. Von Anfang
an wurden die WC-Häuschen von Edwards Firma »Port-San-Ser« (Portable Sanitary
Service) nicht nur vermietet, sondern auch regelmäßig entleert und gereinigt.
Qualität, die sich herumsprach: Schon bald stieg die Nachfrage auch aus dem zivilen
Bereich, vor allem aus der Baubranche. Der große Durchbruch kam 1980: Der Papst
war in Deutschland unterwegs. Klar, dass da nicht nur die Tränen in Massen fließen
würden! Um dieser Lage Herr zu werden, orderten kirchliche und staatliche Stellen
bei Edwards' Firma 300 Toilettenhäuschen. Der nutzte die Gunst der Stunde für
eine Marketing-Offensive. Das Dixiklo bekam seinen Namen und sein bis heute gültiges
Outfit: blaue Wände, braune Front, ein ausgeklügeltes Be- und Entlüftungssystem,
Lichtdach und integriertes Urinal. Die sieben Stationen des Papstbesuches wurden
zum Siegeszug des Dixiklos. Überall, wo der Papst war, waren auch die kleinen
Häuschen und hinterließen dankbare Gläubige, die die frohe Botschaft bald im ganzen
Lande verkündeten. Edwards konnte sich vor Anfragen nicht mehr retten. Wie so
oft bei zündenden Ideen traten schon bald Nachahmer auf den Plan. Der erfolgreichste
war Harald Müller aus Wiesbaden, der seine »Toi-Toi«-Toiletten von Produktdesignern
entwerfen ließ. Formschön und funktional sollten sie sein. 1997 fusionierten Dixi
und Toi Toi zur Firma ADCO, die sich inzwischen als stolzer "Global Player" präsentiert:
In 20 europäischen Ländern, in den USA, ja selbst in Fernost wird in Dixi- und
Toi-Toi-Kabinen ausgiebig gepinkelt und geschissen. Im Jahr 2000 übrigens erneut
im Angesicht des Papstes: Zum Weltjugendtag schaffte ADCO 5000 (!) Dixiklos aus
ganz Europa zum Vatikan. Eine Frage kann schließlich noch mit "ja" beantwortet
werden: Es geht! Trotz engsten Raumes berichten Wagemutige vom erfolgreich absolvierten
Liebesakt im Dixiklo. Gut, dass der Heilige Vater nichts gesehen hat! (lj)
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www.dixi-wc.de
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