Sängerin aus Hövelhof
Ww-Interview mit Natalie


Natalie














ie Sängerin Natalie aus Hövelhof bei Paderborn will zum Grand Prix Eurovision de la Chanson und hat sich für die Vorausscheidung qualifiziert, die im Februar stattfindet. Der Wildwechsel interviewte die junge Sängerin im Januar. Die Fragen stellten Ww-Praktikantin Mareike Busch und Ww-Musikredakteur Dr. Lothar Jahn.

Seit wann singst du? Wie wurdest du für die Showbranche entdeckt?
Ich habe schon ab meinem achten Lebensjahr Gesangsunterricht an einer Musikschule in Russland genommen. Entdeckt wurde ich 1999 in einer Hamburger Bar, in der ich den Song "My heart will go on" vorgetragen habe. Zufällig war ein Produzent im Publikum, der mich in sein Studio einlud. So entstand meine erste Single, "A Life So Changed", eine Dance-Version der Titanic-Titelmelodie.

Inwieweit hat sich dein Leben durch den Erfolg verändert?
Es ist etwas stressiger geworden aufgrund der vielen Termine. Allerdings weiss ich jetzt auch, wer meine wahren Freunde sind und ich habe eine bessere Menschenkenntnis.

Wie kam es dazu, daß du den Song zum RTL-Skispringen singen durftest?
Der DSV hat bei Universal angefragt, eine offizielle Hymne für die Ski-Saison 2000/2001 zu produzieren. Richard Witte produzierte daraufhin "Fight To Win" für mich, reichte den Song ein und der DSV entschied sich sofort für dieses Lied.

Was ist das für ein Gefühl, sich selbst im TV oder Radio zu hören?
Es ist ein komisches Gefühl, vor allem weil ich oft Kritikpunkte an mir finde, was ich hätte besser machen können.

Wie siehst du deine Chancen bei der Grand-Prix-Vorentscheidung?
Das ist meine Chance, Deutschland für alles zu danken, was es für mich getan hat; so kann ich wenigstens einen Teil zurückgeben.

Bist Du ein Grand-Prix-Fan? Wenn ja, welche Siegertitel haben Dir bislang am besten gefallen?
Ich habe mir den Grand-Prix bis jetzt immer angesehen. Johnny Logan mit "Hold Me Now" hat mir bis jetzt am besten gefallen; ich war zwar noch nicht in Deutschland, als er gewann, aber ich kenne das Lied.

Hast du Vorbilder?
Meine Mutter ist mein größtes Vorbild. Es gibt außerdem noch viele Menschen, von denen ich etwas lernen kann.

Was machst du, wenn du gerade nicht singst?
Lesen, mit Freunden treffen, mein kaufmännisches Fachabitur

Was war dein schönstes Bühnenerlebnis?
"The Dome" 1999, mein Auftritt mit "Blue Nature". Es ist ein Wahnsinnsgefühl vor Tausenden von Menschen aufzutreten.

Was war dein peinlichstes Bühnenerlebnis?
Das war eine Beachparty von "Radio Regenbogen". Die Tontechniker spielten ein falsches Lied ein und ich sang die erste Zeile leider einen falschen Text.

Was hörst du privat für Musik?
Ich lege mich da nicht so fest, eigentlich alles, von Klassik bis R'n'B ist fast alles vertreten.

Was ist dir im Leben am wichtigsten?
Meine Familie und meine Freunde.

Hast du noch genügend Zeit für Freunde und Familie?
Eigentlich kaum noch, aber ich versuche mir soviel Zeit wie möglich für sie zu nehmen.

Gibt es Künstler, mit denen du einmal zusammenarbeiten möchtest?
Westernhagen, das wäre eine künstlerische Herausforderung; oder mit Sub7even.

Was sagen Deine Freunde zu Deinem Erfolg?
Sie sind sehr stolz auf mich und nehmen mich immer noch so wie ich bin, aber ich habe mich auch nicht viel verändert.

Trittst du in nächster Zeit in unserer Region auf?
Nein leider nicht, aber ich freue mich, wenn es mal wieder soweit ist.

Mehr zur Vorausscheidung auf der NDR Grand-Prix-Seite
Alle Grand-Prix-Sieger und die Platzierung aller deutschen Beiträge finden sich beim Musikbranchenbuch
22.2. Count Down Grand Prix Eurovision, Vorausscheidung, ARD, 20.15 Uhr
25.5. Grand Prix Eurovision, Endausscheidung, Tallin/Estland, ARD, 20.15 Uhr
Das Buch zum Grand Prix: Jan Feddersen: Ein Lied kann eine Brücke sein. Hoffmann & Campe, 432 S., 25 Euro

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