TONY TUFF
Say Something
Minor7Flat5/Groove Attack

ony Tuff ist ein echter Veteran des Reggae. Als Mitbegründer der African Brothers gehört er seit Ende der 60er Jahre zu den bedeutendsten Stimmen im Business, auch wenn ihm die gebührende Aufmerksamkeit gerade in den letzten Jahren nicht immer zuteil wurde. Umso mehr ist es erfreulich, dass sich Brotherman, ein in Deutschland und Spanien lebender Produzent, dem Veteranen angenommen und ein rundum schönes Album produziert hat. „Say Something“ präsentiert Tony Tuff als vielseitigen Sänger und bietet einige Perlen, wie z.B. „Fullfillment Time“ feat. Smokie Benz. Inhaltlich bewegen sich die 14 Titel zwischen Roots und Lovers. Trotz des inzwischen ein wenig fortgeschrittenen Alters vermag Tony Tuff immer noch mit seiner sanften Stimme zu überzeugen. Das Album wurde u.a. im Tuff Gong Studio mit bekannten Musikern wie etwa Dean razer aufgenommen. Alles Garanten für ein zeitloses Stück Musik.(kf)


 
 

 

  YUSUF
An Other Cup

Ya Music/EMI

och erstaunlicher, als dass The Who nach 23 Jahren erneut ein Studio Album veröffentlichen, ist wohl diese Scheibe. Der Mann, der früher Cat Stevens war, später zum Islam konvertierte, legt nach 28 Jahren ein weltliches Pop Album vor. Fast keiner hatte damit gerechnet, dass er jemals wieder Songs aufnehmen würde. Doch in den letzten Jahren deutete einiges darauf hin, dass er zurück zur Popmusik kehrt. Da war der kurze Gastauftritt bei Ronan Keatings Cover aus seiner Feder „Father & Son“ oder der Bühnenauftritt beim Nelson Mandela Aids-Konzert im Nov. 2003. Musikalisch schließt Yusuf Islam mit „An Other Cup“ nahtlos an die Songs vor rund 30 Jahren an. Immernoch ist sein Markenzeichen diese unendlich warme Stimme und das gefühlvolle Songwriting, was sich vorwiegend um den Wunsch nach Frieden und Liebe dreht. Definitiv ein würdiger Nachfolger in der Cat Stevens bzw Yusuf Islam Diskographie!(hs)
   

MEIN RUNDES GLÜCK
Zwischen den Schubladen.
Während Puristen immer nach der geeigneten Schublade suchen, in die sie Musik stecken können, gibt es immer wieder Künstler, die ganze Kommoden benötigen, sich gerne zwischen Stühle setzten und dabei auch noch fröhlich grinsend geile Musik abliefern.
 

ens Lodén gehört zu dieser Kategorie. Für die Jazzer zu viel Elektro, für die Elektrofreaks zuviel Jazz. Und so als ob der schwedische Künstler genau diesem Widerstand entgegentreten will, beginnt sein Album auf dem Label ajabu! mit „Resistance“. Elektronikgeknisper mit Jazz! „Automatismism“ beinhaltet den Automatismus, sprich das Tun ohne Reflexion und Kontrolle. Diesem sich ständig wiederholendem Ablauf setzt er die Spannung der Improvisation entgegen. Dazwischen passiert enorm viel, wodurch das Album zu einem Highlight im Plattenschirm der letzten Wochen werden könnte. Wer also mal was zwischen Jazz und Elektro sucht, wird hier sicher fündig!

 

 

ndere Schubladen überspringt Dodo. Mit „Endlich“ (Bakara Music) legt er sein Debüt vor. Leben tut er in der Schweiz, besingt in Schweitzerdeutsch die Liebe und ist ein Reggaemusiker. Jamaika meets Alpenstaat – wenn das nicht ein Drahtseilakt zwischen den Kulturen ist!? Satter Reggae, zumeist aus der Rootsecke, produziert von namhaften Kennern und angereichert mit Gästen wie Rebellion und Nosliw wird auch ohne Exotenbonus die Menschen erreichen.

 

 

erwegener geht OMFO zur Sache. Hier werden elektronische Beats und russische Einflüsse mit alten Weltraumphantasien gepaart. OMFO ist mit „We Are The Shepherds“ (Essay Rec.) auf dem Weg, neue elektronische Wege auszuloten und dabei alte, meist russische Melodien zu verarbeiten. Die mitunter recht schrägen Resultate, die in Kooperation mit Senior Coconut entstanden sind, sind auf jeden Fall mehr als ein Ohr wert.(kf)

 

 

SCHILLER
Tagtraum

Livestyle Records

it seinem Global-Pop-Projekt Schiller hat Christopher von Deylen schon einiges erreicht. Seine DVD Weltreise erreichte Gold-Status, der Nachfolger Leben heimste einen DVD-Champions Award ein. Nun kommt die vierte Schiller DVD Tagtraum auf den Markt. Und wie sie daher kommt, kann getrost als dem Erbe würdig bezeichnet werden! So gibt es auf der Doppel-DVD neue Titel und Videos zu schauen, dazu die Reise der Schiller-Gruppierung von Berlin zu einem Gig mit Depeche Mode in Athen und massig Impressionen von Schiller, festgehalten in einer umfassenden Diashow. Das Highlight dürfte der Mitschnitt eines kompletten Live-Programmes aus ganz Deutschland sein. Und da Schiller auch von Gaststars lebt, darf man sich u.a. auf ein Wiedersehen mit Thomas D. und Peter Heppner freuen. Schnell sein wird übrigens belohnt: In der Erstauflage gibt’s noch eine Live-Audio CD oben drauf. Fazit: Klasse!(cg)

   

 

DIAMOND DOGS
Up The Rock7
Smilodon/ Soulfood

u magst Rock’n’Roll? Also schon diesen bestimmten mit mächtig Boogie, Honky Tonk Piano, viel Gitarren, einer rauchigen, unverkennbar nach Party schreienden Gesangsstimme? Ja? Gerne noch mit Bläsern garniert? Sie haben schon mal von den Black Crowes, Jet, den Faces oder Quireboys gehört? Gut! Dann wird es allerhöchste Zeit, die fantastischen Diamond Dogs aus Schweden kennenzulernen! Denn deren strikt auf 70er gekämmten Rock’n’Roll macht einfach nur Spaß. Etliche Alben haben die Jungs bereits herausgebracht, sind quasi ständig auf Tour, rocken jeden Club und hatten haufenweise Bandmitglieder die heute bei den Hellacopter, Soundtrack of our Lives oder Dogs D’Amour am Schaffen sind und doch kennt sie kaum einer. Das muss sich ändern, daher hier die klare Aufforderung zum Kaufbefehl! Bester Boogie Rock, straight & ohne Schnörkel.(hs)

   

 

DIE ÄRZTE
Bäst Of

Universal Musik

eben The Who und Cat Steves kommt in diesem Monat noch eine weitere Platte eines altehrwürdigen Top-Acts in die Läden! Die Ärzte begaben sich noch einmal ins Studio, um all ihre (zahlreichen) großen Hits aufzunehmen, welche seit der Reunion 1993 erschienen sind. Und in der Tat liest sich das Tracklisting wie ein Lexikon deutscher Gassenhauer! Alles, was man sich als Fan guter Deutsch-Mucke wünschen kann, ist hier dabei. Denn zusätzlich zur Single Bäst-Of kommt auch eine B-Seiten Hitsammlung mit daher. Das dürfte vor allem alle freuen, die sich im Stadium “Halb-Ärzte-Fan” und höher befinden! Mal ganz davon ab, dass einige der B-Seiten es locker mit den Singles aufnehmen. Das liebevoll gestaltete Booklet gibt neben den Songtexten auch Hintergrundinformationen über den jeweiligen Titel und den Status der Band bei Veröffentlichung. Bäste Scheibe diesäs Monats!(cg)

   

 

SQUEALER A.D.
Confrontation Streets

AFM Records

s ist hart! Es ist schnell! Es ist Thrash! Wer das neue Album von SQUEALER hört, der merkt schnell, dass hier sind echte Profis am Werk sind, die etwas von den Künsten der harten Klänge verstehen. Lars Döring, Michael Schiel und Michael Kasper haben sich mit dem Drummer Martin Buchwalter mehr als nur instrumentale Verstärkung in die Band geholt, denn es ist der reine Wahnsinn, wie dieser Mann sein Instrument beherrscht. Zu dem neuen Sänger der Band muss eigentlich nicht viel geschrieben werden, aber für alle, die Gus Chambers nicht kennen sollten: 1. Er war Sänger bei Grip Inc. und 2. Er stand schon mit Metal - Göttern wie Dave Lombardo (Slayer) auf der Bühne! Das Album bietet dem Metal - Herzen dreizehn knallharte Songs, mit denen sich die neuen und die alten Squealerfans mit Sicherheit endlich auf einen Nenner bringen lassen. Für die Zukunft der Band dürfte gesorgt sein! I WILL FIGHT war gestern, heute gibt es die CONFRONTATION STREETS!!! (mb)

   

 

KURZ UND KLEIN 
  FRANK GOOSEN liest
Sechs Silberne Saiten (Roofmusic)
Eine Weihnachtsgeschichte, gelesen vom Entertainer Frank Goosen. Interessanter Plot: Ein Weihnachtsmann, der auf Johnny Cash steht, dazu ein bunter Haufen Menschen, die am 24.12. unvorhergesehen zusammen kommen und so von traurigen Einzelgängern zur Familie werden.(hs)
  MARIO BARTH
Männer sind primitv, aber glücklich! (SonyBMG)

Was dieser Herr abzieht, ist unglaublich. Überall ausverkaufte Häuser. Comedy die sich fast ausschließlich um das Verhältnis Mann vs. Frau dreht – und das so was von gnadenlos gut auf den Punkt gebracht. Ein Glück, dass es jetzt die aktuelle Live Show auch für zu Hause gibt!(hs)
  THE WHO
Endless Wire (Polydor)
Das neue Album der Legenden lässt jedem Fan das Herz schneller schlagen. Dass die Herren Daltrey und Townshend nach 23 Jahren noch ein Studio Album vorlegen, daran glaubte keiner mehr. Es handelt sich hier keineswegs um alte Kamellen, sondern um ordentliches Who Material, welches man gerne willkommen heißt.(hs)
  HAPPY FEET SOUNDTRACK
Various Artists (Warner Bros.)

Im Film “Happy Feet” geht es um einen kleinen Pinguin, der nicht singen kann. Anders verhält es sich mit den Künstlern auf dieser CD! Eine Riege von Superstars (Prince, Pink) hat den Soundtrack eingesungen. Das Tracklisting reicht von neuen Stücken bis zu Klassikern wie My Way (gesungen von Schauspieler Robin Williams!). Genial!(cg)
 

HIM
Uneasy listening Vol. 1

Neben bekannten Songs als Akustik-Versionen gibt es auch bisher unveröffentlichte Balladen auf die Ohren. Die Compilation mit den härteren Stücken wartet im Frühjahr auf uns. Gewagt, aber gelungen!(ch)

 

 

 

Stefan Gebelhoff liest
Deutschland ein Sommermärchen. Das WM-Tagebuch Von Sönke Wortmann (tacheles!/Roofmusic)
Das 220-Minuten-Laufzeit Hörbuch ist die ideale Ergänzung zum Kinofilm zur WM. Wirkten beim Film noch die Bilder, so gibt es in diesem WM Tagebuch aus der Sicht des Filmemachers wesentlich mehr Hintergrundinfos. Für Fußballfans ein Muss!(hs)

  Foo Fighters
Skin & Bones (SonyBMG)
Beim letzten Album “In Your Honor” war bereits ein Teil rein akustisch angelegt. Nun haben die Mannen um Dave Grohl ein hervorragendes Live Acoustic Konzert mit alten Hits in neuen Versionen eingespielt. Vor allem „Everlong“ haut einen ob Rock& Besinnlichkeit um.(hs)
 

RUSS BALLARD
Book Of Love (Silversonic Records)
Nach 12 Jahren legt der große Songwriter ein neues Solo Album vor. Sicher hat Ballard immer noch seinen Songwriting Stil der 80er, jedoch ist „Book Of Love“ ein mehr als ordentliches Melodic Rock Album.(hs)

 

BEN KWELLER
Ben Kweller (Red Ink)
Der Songwriter kommt bei seinem dritten Album fast mit einem lupenreinen Popteil daher! Eingängie Ohrwürmer im Stile von Springsteen und Petty und das alles noch selbst eingespielt. Hut ab! Sehr, sehr fein.(hs)


 
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